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Vorsicht bei Mittagsschlaf
Pressemitteilung, 06. März 2009Hamburg – Wer tagsüber regelmäßig müde ist und ein Nickerchen macht, kann vorzeitig sterben. Vor allem bei Frauen im Rentenalter ist der zwanghafte Mittagsschlaf ein Warnsignal.
Er ist für viele der Inbegriff der schnellen Erholung: der Mittagsschlaf. Das gilt vor allem in der Frühjahrszeit, wenn viele Menschen über Müdigkeit und Antriebslosigkeit klagen.
„Wer sich tagsüber aufs Ohr legt, baut Stresshormone deutlich schneller ab und schont dadurch seine Herzkranzgefäße“, sagt Dr. Tomas Stein, Ärztlicher Leiter am Diagnostik Zentrum Fleetinsel in Hamburg.
Vom Zwischendurch-Schlaf profitieren besonders berufstätige Männer: Forscher haben herausgefunden, dass das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um 64 Prozent niedriger ist als das von beruftätigen Männern ohne Mittagsschlaf. „Der ideale Mittagsschlaf dauert rund eine Stunde. Es reichen drei Stunden Mittagsschlaf pro Woche, die am besten unregelmäßig stattfinden“, sagt Kardiologe Stein.
Doch nicht immer ist ein Mittagschlaf harmlos. Er kann auch Anzeichen sein auf einen vorzeitigen Tod. Forscher vom California Pacific Medical Center haben herausgefunden, dass lange Mittagsschläfchen dauerhaft das Sterberisiko erhöhen. Das gilt vor allem für Frauen im Rentenalter. Von den Frauen, die sich täglich zwischendurch hinlegen, sterben 44 Prozent eher als solche Frauen, die auf Mittagsschlaf verzichten.
Wer regelmäßig ein starkes Bedürfnis nach Nickerchen und einer insgesamt langen Schlafdauer hat, leidet unter Umständen an einer Schlafstörung oder anderen gesundheitlichen Problemen. Oft ist der nächtliche Schlaf gestört, der Körper hat immer weniger echte Erholungsphasen und die Belastung für das Herz nimmt zu. „Ältere Frauen ab 69 Jahren sollten in diesen Fällen einen Arzt aufsuchen und dringend eine Verbesserung ihrer Schlafqualität vornehmen“, sagt Experte Stein.
Hintergrund: Das Diagnostikzentrum Fleetinsel in Hamburg führt jährlich rund 1100 medizinische Check-Ups durch und ist das führende Vorsorge-Zentrum in Norddeutschland. Die Inhalte des Medical Check-Up orientieren sich an den Check-Kriterien der Mayo Clinic in Rochester, USA. Sie gehen weit über den derzeit gesetzlichen Rahmen in Deutschland hinaus. Die Untersuchungen werden ausschließlich von Fachärzten unter Einbeziehung modernster medizintechnischer Ausstattung durchgeführt.
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